Altbausanierung - Fassade mit Dämmung dämmen und Fenster mit Isolierung als Wärmedämmung versehen Bei Altbau Sanierung oder Umbau des Haus Wand und Fußboden isolieren, aber Bildung von Schimmel vermeiden
Die Altbau Sanierung von Häusern birgt eine Menge Möglichkeiten zur Reduzierung von Wärmeverlusten und damit die Reduzierung von Energieverlusten. Die Heizung verbraucht im Altbau mit Abstand die meiste Energie und ist damit der größte Faktor bei den Betriebskosten im Haus bzw. in der Wohnung. Daher muss bei der Erarbeitung von Konzepten zur Verringerung der Wärmeverluste bei der Altbausanierung zuerst die Bausubstanz einschließlich der Isolierung der vorhandenen Fenster vor dem Sanieren unter die Lupe genommen werden. In einem zweiten Schritt ist dann bei der Altbausanierung die Haustechnik selbst wie unter anderem die Art der Wärmeerzeugung bei der Heizung zu betrachten. Die Sanierung beim Altbau ist je nach Aufwand natürlich mit einigen Kosten verbunden. Bei der Vorbereitung eines Sanierungskonzeptes bei der Altbausanierung ist deshalb immer auch eine Kosten - Nutzen - Rechnung in Hinsicht des Energieverbrauches vor der Sanierung und nach der Sanierung mit Amortisationszeiten von Investitionen ratsam. Je mehr Energie die eingesetzten Materialien bei der Sanierung oder dem Umbau im Altbau später einmal einsparen, desto teurer sind auch die Investitionskosten dafür. Zumindestens ist das die Regel bei der Altbausanierung. Theoretisch könnte man aus vielen Altbauten auch Niedrigenergie - oder Passivhäuser machen, die einen äußerst geringen Energieverbrauch aufweisen, der nur bei einem Drittel oder einem Viertel eines ordentlich sanierten Altbau - Hauses liegt, aber die Investitionen in eine solche Altbau Sanierung wären um einiges höher. Für überzeugte Energiesparer muss dies aber kein Hindernis sein, gibt es doch in Deutschland mit dem Stand von 2007 über 150 sanierte Gebäude im Bestand, die mindestens einen Niedrigenergiehaus - Standard erfüllen. Öffentliche Fördergelder unterstützen diese Bauvorhaben.
Die wichtigste Art der Verhinderung von Energie - und Wärmeverlusten bei der Altbausanierung ist die Dämmung der Außenbauteile eines Gebäudes. Im Winter liegt beispielsweise die Temperatur - Differenz zwischen einem Wohnzimmer mit 21°C und der Außentemperatur mit -3°C bei 24°C. Da Temperaturdifferenzen sich immer versuchen auszugleichen, sofern es eine Verbindung der Räume mit den unterschiedlichen Temperaturen gibt, muss man diese Räume voneinander abschließen, im besten Fall fast hermetisch. Ein fast hermetischer Abschluss würde einen Temperaturdifferenzausgleich zwischen den unterschiedlichen Räumen von nahezu Null ergeben. Und genau dieses Prinzip muss man bei der Dämmung der Außenwand bzw. Fassade anwenden. Je höher der Dämmwert der Haus - Außenwand - Dämmung liegt, umso weniger Wärme wird aus dem Wohnraum an die Außenluft über das Dämmen des Bauwerks abgegeben. Abhängig ist der Dämmwert bei einer Außenwand - Dämmung von der Art des Dämmmaterials und von der Dicke des verwendeten Dämmmaterials. Dabei gibt es synthetische Dämmmatten mit Kunstfasern wie Mineralwolle, Glaswolle oder Polyester. Aber auch Dämmungen mit natürlichen Fasern sind erhältlich, die beispielsweise aus Schafswolle oder Baumwolle gewonnen werden und später ökologisch besser entsorgt werden können. Auch weit verbreitet sind die so genannten Polysterol - Platten, die auf die Außenwand bzw. Fassade aufgeklebt oder aufgeschraubt werden. Sie sind eine gute Wärmedämmung, müssen aber bei einer späteren Entsorgung als Sondermüll behandelt werden da sie sich nicht natürlich abbauen können. Bei Altbauten müssen aber unter Umständen der Denkmalschutz und damit die Auflagen der Denkmalschutzbehörden beim Dämmen beachtet werden. Daher ist bei Altbauten, die unter Denkmalschutz stehen, eine zusätzliche Dämmung der Außenwand bzw. Fassade bei einer Altbausanierung nicht immer möglich.
Eine nicht minder wichtige Verhinderung von Energieverlusten bei der Altbausanierung muss über die Isolierung der Fenster erfolgen. Die gesamten Fensterflächen sind zwar meistens beim Altbau kleiner als die gesamten Außenwandflächen, alte Fenster verursachen aber ein vielfaches an Wärmeverlusten nach außen gegenüber der Außenwand bzw. Fassade, wenn man die Verlustwerte jeweils auf einen Quadratmeter herunterrechnet, da ihre Isolierung sehr schwach ist. Daher ist auf die Erneuerung der Fenster bei der Altbausanierung ein großes Augenmerk zu legen. Eine Wärmeschutzverglasung in 2-Scheiben-Ausführung sollte bei der Sanierung Mindeststandard sein, besser aber auch teurer ist eine 3-Scheiben-Verglasung mit höherer Isolierung. Wenn diese 3-Scheiben-Verglasung zwischen den Scheiben ein wärmeisolierendes Schutzgas enthält, haben die Fenster dann schon den Niedrigenergiehaus - bzw. Passivhaus - Standard durch das hohe Isolieren gegen Wärmeverluste erreicht. Die richtige Isolierung, nämlich der U-Wert u.a., kann man für Fenster, Wände und Decken in der aktuellen Energieeinsparverordnung EnEV nachlesen, für den Neubau wie für die Altbausanierung.
Bild: Möglicher Aufbau einer Wärmedämmung auf der Außenwand eines Altbau nach dem Umbau. Rechts: Richtung und Bauteile am Altbau, worüber die Wärmeverluste vor allem vor der Sanierung am stärksten auftreten.
Bei der Haus - Dämmung ist in der Altbausanierung aber nicht nur die Außenwand bzw. Fassade zu betrachten, sondern auch alle Bereiche im Haus, die an unbeheizten Räumen im Haus anliegen. Unbeheizt können beispielsweise Kellerräume oder Dachräume sein, was vor allem in einem alten Mehrfamilienhaus der Fall sein kann. Wenn bei der Sanierung oder Umbau die Dachräume nicht ausgebaut werden, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, müssen die Decken des obersten bewohnten Geschosses oder der Fußboden des unbeheizten Dachraumes mit Dämmplatten versehen werden, da ansonsten weiterhin viel Wärme nach oben verloren geht. Die Temperaturen in unbeheizten Dachräumen vom Haus dürften maximal 3°C bis 5°C über den Außentemperaturen liegen, was durch die Abgabe von Wärme über die Geschossdecken im Haus verursacht wird. Dämmt man aber die Decken gegen den Dachraum, ist die Temperatur im unbeheizten Dachraum fast gleich der Außentemperatur, was dann ein Zeichen für eine gute Dämmung ist. In beheizten Dachräumen muss die Dachinnenfläche mit einer Wärmedämmung versehen werden. Das Gleiche gilt für das Dämmen gegen einen unbeheizten Keller. Über den Fußboden des Erdgeschosses wird auch Wärme nach unten abgegeben, sollte die Kellerdecke oder der Erdgeschoss - Fußboden keine Dämmung haben. Bevor aber eine Dämmung an Bauteilen angebracht wird, sollte ein Baufachmann mit einer speziellen Software die Möglichkeit von Tauwasserbildung an Wänden und Fenstern berechnen, um eine spätere Schimmel - Bildung an den Innenwänden zu verhindern. Dabei wird das Zusammenspiel von Dämmmaterial, die Dämmschichtdicke und das Material der Außenbauteile unter die Lupe genommen und im Endergebnis die Höhe der möglichen Feuchtebildung oder das Vorhandensein von größeren Wärmebrücken ausgegeben. Daraus kann der versierte Baufachmann dann seine Rückschlüsse auf das Verhalten nach dem Dämmen der Bausubstanz im Haus ziehen. Meistens wird dies vom Statiker durchgeführt und erfolgt vor dem Bauvorhaben.
Auch die Dichtheit der Außenbauteile ist bei der Altbausanierung wichtig, beispielsweise sollte kaum Fugenlüftung der Außenwand bzw. Fassade und möglichst kaum ungewollter Luftzug über Ritzen beim Fenster nach einem Umbau oder Sanierung auftreten. Ist die Dichtheit der Gebäudehülle nach dem Umbau oder der Sanierung gewährleistet, tritt kaum noch eine natürliche Lüftung über die Außenbauteile auf. Daher muss nach der Sanierung besonders darauf geachtet werden, dass die innere Feuchte durch Atemluft der Menschen und beim Waschen von Wäsche oder beim Kochen in der Küche durch regelmäßiges Lüften über die Fenster nach draußen geleitet wird. Unterbleibt das regelmäßige Lüften, kann es schnell zu Feuchtigkeit an den Innenwänden kommen, in dessen Folge Schimmel entstehen kann. Daher sollten Mieter im Haus gesondert auf das regelmäßige Lüftungsverhalten hingewiesen werden. Ist der Schimmel erst einmal da, wird es schwer und teuer, diesen Schimmel dauerhaft wieder zu beseitigen. Eine mechanische Anlage zur kontrollierten Wohnungslüftung könnte eine gute Schimmel - Abwehr sein, ist aber mit zusätzlichen Investitionen verbunden und verursacht weitere Betriebskosten für den Mieter oder Eigentümer einer Wohnung.
Der Energieausweis oder auch Energiepass genannt, ab dem Jahr 2008 Pflicht beim Verkauf oder der Vermietung eines Hauses, sagt alles über die Wärmeverluste aus. Entweder sieht man das im Energieausweis bzw. Energiepass durch den angegebenen Energieverbrauch der Wohnräume oder durch den rechnerischen spezifischen Energieverlust über die Außenbauteile des Gebäudes. Bei Umbau, Neubau oder der Altbausanierung ist die aktuelle Energieeinsparverordnung EnEV maßgeblich zu beachten und einzuhalten.
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